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Rousseff will 3,4 Millionen neue Wohnungen bis 2014

Brasiliens Regierung will den massiven Ausbau von Wohnungen und urbaner Infrastruktur weiter vorantreiben. Man werde »bis 2014 insgesamt 3,4 Millionen Häuser bauen«, kündigte am 11. Dezember die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mehr Geld für das Sozialprojekt »Mein Haus, mein Leben« an. Gebaut werden soll vor allem in den Favela-Armenvierteln. Geplant sei zudem die Ausweitung von Hauskauf-Kreditprogrammen, so die Regierungschefin in ihrem Radio-Programm »Zum Kaffee mit der Präsidentin«.

»Mein Haus, mein Leben« war von Amtsvorgänger Luiz Inácio de Silva gegründet worden und richtet sich an die weiterhin große Unterschicht des rasch wachsenden Schwellenlandes. »Mehr als die Hälfte der Familien, die diese Häuser bekommen, verfügen über ein monatliches Einkommen von weniger als 1.600 Reales (618 Euro). Das zeigt, dass das Programm den Geringverdienern hilft, denen, die wirklich Hilfe brauchen«, sagte die Ex-Guerilla-Kämpferin. Um die 3,4-Millionen-Marke zu knacken würden laut Rousseff nur noch 1,4 Millionen Neubauten fehlen.

Derweil vermeldete Brasilia für 2013 Infrastruktur-Investitionen in Rekordhöhe. Bis 2016 sollen 240 Milliarden Reales (88 Milliarden Euro) in Hausbau, Sanitäranlagen und urbane Infrastruktur gesteckt werden, so Zahlen auf der Regierungswebseite. Für das kommende Jahr würden allein 59,6 Milliarden Reales (21 Milliarden Euro) in den Wohnungsbau fließen, über eine halbe Million Familien profitieren. Auch Arbeitsplätze soll das Mega-Konjunkturprogramm schaffen. »Die Erwartung an die Gelder ist die Schaffung von rund 2,7 Millionen Arbeitsplätze im kommenden Jahr«, so der Finanzexperte der Regierung, Luiz Fernando Emediato. (bb)