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Rousseff verlängert Mandat der Wahrheitskommission

Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff gibt der Wahrheitskommission gut ein halbes Jahr mehr Zeit für die Untersuchung von Menschenrechtsverbrechen. Das aus sieben Mitgliedern bestehende Gremium hat nun bis Dezember 2014 Zeit, seinen Abschlussbericht über Menschenrechtsvergehen in der Zeit zwischen 1946 und 1988 vorzulegen, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten. Ursprünglich war das Mandat der Kommission auf zwei Jahre begrenzt. Der Abschlussbericht der im Mai vergangenen Jahres eingerichteten Kommission hätte somit im Mai 2014 vorliegen müssen.

Rousseff zeigte sich bei einem Treffen mit fünf der sieben Kommissionsmitglieder "beeindruckt" über deren bisherige Arbeit. Die Kommission wird am 21. Mai einen ersten Zwischenbericht vorlegen. Am Montag hatte Rousseff bei einem Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck in Sao Paulo Unterstützung bei der Aufarbeitung durch Deutschland und Zugang zu deutschen Archiven erbeten. Gauck trifft am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Rio de Janeiro mit den Kommissionsmitgliedern zusammen.

Quelle: KNA