Chile |

Richter lässt 25 Diktatur-Militärs verhaften

Ein Gericht in Chile hat am Dienstag, 12. November (Ortszeit), die Verhaftung von 25 ehemaligen Militärs aus der Zeit der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) angeordnet. Ihnen soll wegen Mordes und Folter an insgesamt sieben politischen Häftlingen der Prozess gemacht werden, wie chilenische Medien berichteten.

Die Ermordeten wurden nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nach jahrelanger Haft zu Tode gefoltert und dann in einen Fluss geworfen. Einige Leichen seien bis heute verschwunden. Während der Pinochet-Diktatur wurden Tausende Menschen unter dem Vorwurf verfolgt, marxistische Terroristen zu sein.

Unter den jetzt beschuldigten früheren Ex-Militärs befindet sich den Berichten zufolge auch der Jurist Alfonso Podlech Michaud. Er wird zudem mit dem Verschwinden des italienisch-chilenischen Geistlichen Omar Venturelli in Verbindung gebracht.

Am 11. September 1973 war General Augusto Pinochet mit Hilfe eines Militärputsches gegen den demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende an die Macht gekommen. Während seiner Militärdiktatur wurden in Chile rund 3.000 Personen als Regimegegner ermordet und etwa 28.000 gefoltert.

Quelle: KNA