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Reuters: Gazprombank friert Konten der staatlichen Erdölfirma PDVSA ein

Öl, Erdöl. Pipeline

Erdölpipelines in der Nähe von Lago Agrio, Ecuador. (Symbolfoto: Adveniat/Martin Steffen)

Der russische Kreditgeber Gazprombank hat anscheinend die Konten der staatlichen venezolanischen Erdölfirma PDVSA eingefroren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag, dem 17.02.2019. Die Bank habe Transaktionen mit PDVSA gestoppt, um das Risiko zu senken unter die US-Sanktionen zu fallen, legt eine Quelle innerhalb der Bank dar. Die USA hatten am 28. Januar 2019 den Ölkonzern PDVSA sanktioniert, um Nicolás Maduro von Einnahmen des Ölkonzerns abzuschneiden. 

Seitdem die US-Sanktionen in Kraft getreten sind, haben viele ausländische Firmen die Beziehungen zur PDVSA gekappt. Dass nun eine Bank, die so eng mit dem russischen Staat verbunden ist, die Konten einfriert, ist ein bedeutender Schritt. Die Gazprombank ist eines der größten Banken in Russland und wurde 1990 als eine Tochtergesellschaft des weltweit größten Erdgasförderunternehmens Gazprom, das sich zu über 50 Prozent in Besitz des russischen Staates befindet, gegründet. Größter Anteilseigner der Bank ist inzwischen GAZFOND, der Pensionsfond von Gazprom. Somit ist die Gazprombank indirekt im Besitz des russischen Staates. Russland ist, neben China, der größte Unterstützer von Nicolás Maduro.

„Fake News“, kommentierte PDVSA auf Twitter die Nachricht Reuters. Für ausführende Kommentare stand die Erdölfirma nicht zur Verfügung. (aw)

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