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Religion und Staat in Kuba

Papst Benedikt XVI. ist in Kuba eingetroffen, der zweiten Station seiner Lateinamerikareise. Mit einer Verspätung von einer halben Stunde landete das Kirchenoberhaupt am Montag um 14.25 Uhr (Ortszeit) in Santiago de Cuba. Dort wurde er von Staatschef Raul Castro willkommen geheißen.

Es ist das erste Mal sei 14 Jahren, dass ein Papst den kommunistischen Karibikstaat besucht. Am Nachmittag steht eine Messe im Norden der ostkubanischen Hafenstadt Santiago auf dem Programm.

Bei seiner ersten Messe in dem kommunistischen Land appellierte er an die katholischen Gläubigen, sich "mit den Waffen des Friedens, der Vergebung und des Verständnisses" am politischen Leben zu beteiligen. Zuvor hatte er in einer Ansprache vor Präsident Raul Castro mehr Freiraum für die Kirche verlangt.
Quelle: KNA

Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka kennt Kuba seit vielen Jahren und ist zur Zeit auf Einladung der Kubanischen Bischofskonferenz zu Gast auf der Insel. Pater Bernd Hagenkord von Radio Vatikan hat ihn gefragt, ob er Kuba für ein katholisches Land hält, obwohl es durch über 40 Jahre offiziellen Atheismus gegangen ist:

„Ich glaube, dass Kuba ein katholisch geprägtes Land ist, schon allein durch die Geschichte. Das sieht man insbesondere jetzt anlässlich des Papstbesuches. Er kommt ja, weil das Gnadenbild der Virgen del Cobre vor 400 Jahren aufgefunden worden ist. Das zeigt, wie marianisch-katholisch Kuba ist, wie auch ganz Lateinamerika. Insofern ist Kuba ein katholisches Land. Was die Zahl der Getauften angeht, gehen wir davon aus, dass 60 Prozent der Menschen auf Kuba katholisch getauft sind.“

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