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Region profitiert vom Anstieg der weltweiten Direktinvestitionen

Die globalen Direktinvestitionen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum selben Zeitraum 2010 um 32 Prozent gestiegen, und Lateinamerika ist eine der Regionen, die davon am meisten profitiert. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten World Investment Report der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor. Im ersten Halbjahr 2011 wurden weltweit mehr als 700 Milliarden US-Dollar investiert.

Südostasien war die Region, die die Investoren mit 184 Milliarden Dollar am meisten anlockte. Lateinamerika und die Karibik folgen nach Angaben von UNCTAD an zweiter Stelle mit 94 Millionen Dollar. Dies entspricht einer Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorhalbjahr. Die Steigerung der Direktinvestitionen in der Region ist vor allem auf asiatische Unternehmen im öl- und Gassektor zurückzuführen. Mit 32 Milliarden US-Dollar wurde mehr als ein Drittel dieses Geldes in Brasilien investiert, heißt es in der Studie.

Für die zweite Hälfte dieses Jahres prognostiziert UNCTAD eine anhaltende aber deutlich geringere Steigerung. Der internationalen Organisation zufolge haben die Währungskrisen in Europa und den USA das Vertrauen der Investoren geschwächt. Die globalen Direktinvestitionen nähern sich somit langsam dem Niveau vor der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 an sind aber noch 25 Prozent niedriger als auf ihrem Höhepunkt im Jahr 2007. (aj)

 

UNCTAD World Investment Report 2011 (Englisch):

http://www.unctad.org/Templates/webflyer.asp?docid=15189&intItemID=6018&lang=1&mode=downloads