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Regierungschefs verpflichten sich zu besserer Sozialpolitik

Am Samstag ist der 21. Cumbre Iberoamericano unter dem Motto „Transformation des Staates und Entwicklung“ in Paraguay mit der Unterschrift der Deklaration von Asunciòn zu Ende gegangen. In dem Abschlussdokument des Gipfeltreffens verpflichten sich die 22 teilnehmenden Staats- und Regierungschef dazu, eine breitere und bessere Sozialpolitik in ihren Ländern auf den Weg zu bringen. Dies bezeichnete der paraguayische Präsident Fernando Lugo in seiner Eröffnungsrede vor allem in den Zeiten der Krise als eine der Hauptaufgaben der Regierungen.

Die ökonomische Kommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) sowie die Organisation für Kooperation und ökonomische Entwicklung (OCDE) hatten im Laufe der Konferenz ihren neusten Bericht zur wirtschaftlichen Situation der Region vorgestellt. Aus diesem geht hervor, dass die Sozialpolitik in den meisten Ländern Lateinamerikas nicht ausreicht, um die Bedürftigen zu unterstützen. Die unzureichende Förderung und Versorgung vieler Menschen führe laut den beiden Organisationen somit zu einer verstärkten Ungleichheit.

Diese sei trotz des anhaltenden wirtschaftlichen Wachstums in den vergangenen zwei Jahren nicht zurück gegangen. So lebe beispielsweise nach wie vor jeder Dritte in der Region unterhalb der Armutsgrenze. „Der Staat muss die Qualität und Effektivität der monetären Politik sichern und außerdem Bildung, Infrastruktur und Entwicklung vorantreiben“, heißt es in der Studie mit dem Titel „ökonomische Perspektiven Lateinamerikas“.

Fernando Lugo hat weiterhin dem haitianischen Außenminister Laurent Lamothe zugesichert, dass Haiti auch im kommenden Jahr die volle Unterstützung aller iberoamerikanischen Staaten beim Wiederaufbau des Landes nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 habe.

Die Deklaration von Asunciòn (Spanisch):

segib.org/cumbres/files/2011/03/Declaracion-Asuncion-ESP.pdf