Kolumbien |

Regierung zu Friedensgesprächen auch mit ELN bereit

Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos ist zu direkten Friedensgesprächen auch mit der zweitgrößten Rebellengruppe des Landes, der ELN, bereit. Er reagierte damit am Mittwoch, 28. August, (Ortszeit) auf die Freilassung einer kanadischen Geisel, die sich über sieben Monate in der Gewalt der marxistischen Gruppe befand. Der Geologe Gernot Wobert war auf Vermittlung eines katholischen Erzbischofs und des Internationalen Roten Kreuzes in dieser Woche freigelassen worden. Bereits seit Oktober führt die kolumbianische Regierung Friedensgespräche mit der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC.

Die ELN wurde in den 1960er Jahren von Studenten, katholischen Radikalen und linken Intellektuellen gegründet. Sie eiferten den kubanischen Revolutionären um Fidel Castro nach. Vor allem die Armut der Landarbeiter (Campesinos) war Triebfeder der Kämpfer, die sich auf marxistische und christliche Werte beriefen.

Maßgeblichen Anteil daran hatte der prominente Priester und Befreiungstheologe Camilo Torres (1929-1966), der in den ersten Jahres des Kampfes zur ELN stieß. Er starb im Februar 1966 bei Kämpfen mit Regierungstruppen.

Quelle: KNA