Honduras |

Regierung verstärkt Militärpräsenz in Großstädten

Zum wiederholten Mal hat die honduranische Regierung die Militärpräsenz in den Großstädten des Landes erhöht, um so für mehr Sicherheit zu sorgen. Am Dienstag verkündete der Präsident Porfirio Lobo den Einsatz weiterer 1.000 Sicherheitskräfte von einer neuen, im August gegründeten, Spezial-einheit der Militärpolizei. Diese sollen nun die Gewalt durch die Maras sowie die im Zusammenhang mit dem internationalen Drogenhandel unter Kontrolle bekommen.

„ Wir werden die Zonen der organi-sierten Kriminalität, der Schlägertrupps, der Drogenhändler und Entführer, die gewaltsame Tode verursachen und Angst und Schrecken verbreiten, unter unsere Kontrolle bringen“, sagte der Sprecher der Armee, Jeremías Arevaló. Den ersten 1.000 Sicherheitskräften der Spezialeinheit sollen in Zukunft weitere folgen.

Strategie bisher ohne Erfolg

Dass der Einsatz des Militärs tatsächlich eine entscheidende Veränderung bringt, scheint jedoch zweifelhaft. Die Regierung Honduras hat seit Beginn des Jahres rund 4.000 Soldaten in den größten Städten des zentralamerikanischen Landes stationiert - bisher ohne Erfolg. Honduras gilt weiterhin als das gefährlichste Land der Welt. Jeden Tag werden ca. 20 Morde begangen und die Mordrate ist in einigen Städten so hoch, wie in keinem anderen Land. Experten gehen davon aus, dass die Regierung kurz vor den Präsidentschaftswahlen am 24. November noch einmal Handlungsfähigkeit beweisen möchte, um eventuelle kleine Erfolge mit in den Wahlkampf zu nehmen. (aj)