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Regierung verabschiedet erstes Klimagesetz in Südamerika

Der Regenwald in Perus Amazonasprovinz Loreto Foto: Adveniat/Steffen
Der Regenwald in Perus Amazonasprovinz Loreto Foto: Adveniat/Steffen

Perus Präsident Martín Vizcarra hat am Dienstag, den 17. April 2018, ein „Rahmengesetz über den Klimawandel“ verabschiedet. Wie die Tageszeitung El Comercio berichtet stärkt die Norm die Rolle des Umweltministeriums beim Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen. „Das Gesetz ist nach dem Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens von 2015 das erste seiner Art in Südamerika“, so Vizcarra in Lima. Am 16. März 2018 hatte der Kongress das Gesetz verabschiedet.

Wichtigstes Ziel sei die institutionelle Stärkung. Neben einer Aufwertung des Umweltministeriums werden Behörden gegründet werden, die die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung bekämpfen sollen. Auch eine Wissenschaftskommission für die Erforschung des Klimawandels (CNICCC) wird ins Leben gerufen. Die Zusammenarbeit zwischen Zentralstaat, Regionen und Kommunen soll ebenfalls ausgebaut werden.

Peru gilt als das am drittstärksten vom Klimawandel betroffene Land der Erde. Die tropischen Anden-Gletscher sind in den letzten 55 Jahren um 61 Prozent geschrumpft. Der Amazonaswald, eine wichtige CO2-Senke, ist 2017 um 143.000 Hektar kleiner geworden, was einer Größe von 200.000 Fußballfeldern entspricht. Peru will seinen CO2-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent senken. (bb)