Kolumbien |

Regierung und Farc-Rebellen verhandeln wieder

Die kolumbianische Regierung und die Farc haben vorgestern ihre Verhandlungen in Kubas Hauptstadt Havanna wieder aufgenommen.

“Wir nehmen die Verhandlungen heute mit einer größeren Bereitschaft, voranzukommen wieder auf und hoffen, dass die Regierungsdelegation mit demselben Willen und derselben Haltung kommen wird”, erklärte FARC-Kommandant Pablo Catacumbo vor Beginn der Gespräche gegenüber Pressevertretern.

Neunte Verhandlungsrunde bis 25. Mai

Kolumbiens Präsident Juán Manuel Santos hatte vor Beginn der neunten Verhandlungsrunde noch einmal betont, dass die Regierung die Entwaffnung der Rebellen zur Bedingung für ein Friedensabkommen macht. „Kugeln müssen gegen Wählerstimmen“ eingetauscht werden, so Santos.

Die neue Runde der Friedensgespräche ist bis zum 25. Mai angesetzt. Es wird erwartet, dass dieses Mal eine Übereinkunft über das Thema Land erzielt werden könnte. Mit den seit Oktober andauernden Friedensverhandlungen, soll ein fast 50 Jahre andauernder interner Konflikt in Kolumbien beendet werden. Schätzungen zufolge haben die Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Paramilitäs bisher rund 600.000 Todesopfer und, nach einer jüngst veröffentlichten Studie des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC), 5,5 Millionen Binnenflüchtlinge gekostet. (bh)