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Regierung und CNTE beginnen Verhandlungen

"Ohne Lehrer keine Erziehung" - ein Grafitto im Zentrum von Mexiko-Stadt. Foto: Marysol*, CC BY-SA 2.0
"Ohne Lehrer keine Erziehung" - ein Grafitto im Zentrum von Mexiko-Stadt. Foto: Marysol*, CC BY-SA 2.0

Nach wochenlangen Streiks und Protesten haben die Lehrergewerkschaft CNTE und die mexikanische Regierung begonnen, zu verhandeln. Dies gab der Staatssekretär Miguel Angel Osoria in der Nacht auf Mittwoch, 6. Juli 2016, bekannt. Seiner Aussage nach haben die Vertreter der Vereinigung ihre Forderungen gegenüber der Regierung geäußert und diese wiederum einen Gegenvorschlag gemacht. Die CNTE habe sich nun bis Anfang der nächsten Woche Zeit erbeten, um sich mit den lokalen Vertretungen zu beraten. Im Anschluss daran soll es regelmäßige Gespräche geben.

Lang anhaltender Konflikt

Den Ursprung hat der Konflikt in der von Präsident Enrique Peña Nieto im vergangenen Sommer erlassenen Bildungsreform. Diese sieht unter anderem die regelmäßige Überprüfung der Leistungen der Lehrer vor - einer der Hauptstreitpunkte. Die CNTE hatte sich bereits vor der Verabschiedung des Gesetzespakets klar dagegen positioniert.

In den letzten Wochen hat es in diesem Zusammenhang im ganzen Land Proteste und zahlreiche Straßenblockaden gegeben. Besonders im südlichen Bundesstaat Oaxaca ist es auch zu Ausschreitungen zwischen den Protestlern und den lokalen Sicherheitsbehörden gekommen. Bei einer dieser Auseinandersetzungen starben im letzten Monat sechs Menschen und mehr als hundert wurden verletzt. Viele warfen der Polizei unverhältnismäßig gewaltsames Vorgehen gegen die Lehrer vor. (aj)

Foto: Marysol*, CC BY-SA 2.0