Kolumbien |

Regierung und Awa unterzeichnen Abkommen zum Schutz der Menschenrechte

Die kolumbianische Regierung und die Autoritäten der Awa haben nach einem Bericht der Tageszeitung "El Espectator" (10. August) die Unterzeichnung einer zehn Punkte umfassenden Vereinbarung zum Schutz der Menschenrechte des zuletzt immer wieder von Übergriffen betroffenen indigenen Volkes angekündigt. Awa-Sprecher Aurelio Araujo erklärte in einer ersten Reaktion, dies sei ein wichtiger Schritt, denn seine Gemeinde sei bislang sich selbst überlassen worden. Innenminister Fernando Carrillo unterstrich, es sei gelungen, eine Kommission zu bilden, die auch wichtige Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Kommunikation, Infrastruktur, Nahrungsmittelsicherheit und Wohnungsbau auf den Weg bringen werde. Die kolumbianische Regierung wolle weiter auf einen Weg des Dialoges setzen.

Die Awa wurden zuletzt immer wieder Opfer gewalttätiger Angriffe illegaler Gruppen. Erst Mitte Juli wurde nach lokalen Medienberichten ein ranghoher politischer Awa-Vertreter von der Guerilla-Organisation Farc getötet. (TK)