Brasilien |

Regierung stellt Hilfe gegen Dürre in Aussicht

Im Kampf gegen die Dürre in Brasilien hat Staatspräsidentin Dilma Rousseff den Gouverneuren der betroffenen Bundesländer Hilfen von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro zugesagt. Medienberichten zufolge sollen damit Kleinbauern für Ernteausfälle entschädigt sowie die Wasserversorgung verbessert werden. Von der seit Monaten anhaltenden Trockenheit im Nordosten des Landes sind mindestens 2,5 Millionen Menschen betroffen.

Unterdessen ergaben Untersuchungen des obersten Rechnungshofes, dass in der für die Bekämpfung der Dürre zuständigen Regierungsbehörde umgerechnet 126 Millionen Euro öffentlicher Gelder veruntreut worden sind. Das entspreche etwa 30 Prozent des Gesamtetats. Nachdem Zeitungen Ende 2011 über Unregelmäßigkeiten in der Behörde berichtet hatten, wurde die gesamte Führungsebene ausgetauscht. Die Behörde ist unter anderem für die Ausführung des Regierungsprogramms "Agua para Todos" ("Wasser für alle") zuständig. Im Rahmen des Programmes sollen bis 2014 insgesamt 1,8 Milliarden Euro für den Bau von Zisternen, Brunnen und Wasserleitungen investiert werden.

Quelle: KNA