Kolumbien |

Regierung lehnt entmilitarisierte Zonen ab

Die kolumbianische Regierung hat den Vorschlag, im Land entmilitarisierte Zonen zu schaffen, strikt abgelehnt. In einem Schreiben an den Abgeordneten Roosevelt Rodríguez Rengifo stellte Innen- und Justizminister Germán Vargas Lleras klar, es gebe derzeit keinerlei Anweisungen an die Armee, Zonen auf dem kolumbianischen Territorium zu räumen.

In den letzten Tagen war in Kolumbien eine Debatte über die Schaffung von entmilitarisierten Zonen entbrannt. Die Befürworter einer solchen Initiative berufen sich dabei auf einen Passus in der kolumbianischen Verfassung, der die Schaffung solcher Zonen vorsieht, um Friedensverhandlungen mit illegalen Gruppen zu ermöglichen. Staatspräsident Juan Manuel Santos will diesen Passus streichen lassen, weil sie jegliche Verhandlungen mit der international als Terrororganisation eingestuften Rebellenorganisation Farc ablehnt.

Während eines Staatsbesuches in Brasilien erklärte Santos, auf internationale Hilfe bei der Lösung des Konfliktes verzichten zu wollen. Der Umgang mit der Farc sei ein internes, kolumbianisches Problem. Unterdessen wurden bei einem Anschlag in der Provinz Caquetá fünf Polizisten ermordet. Lokale Behörden machen die Farc für das Attentat verantwortlich. (tk)