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Regierung fordert Massen-Impfung in Haiti

Die Diplomaten der Dominikanischen Republik haben am Wochenende die Vereinten Nationen und die Organisation amerikanischer Staaten (OAS) aufgefordert, umgehend eine General-Impfung gegen Cholera im benachbarten Haiti durchzuführen. In einer am Sonntag verbreiteten Stellungnahme forderte der dominikanische UN-Botschafter Federico Cuello Camilo eine Massen-Impfung, "um ein für alle Mal dieses Übel von der Insel verschwinden zu lassen." Es sei nicht zu akzeptieren, dass im 21. Jahrhundert der Rest der Welt passiv zuschaue, wie so viele Menschen an einer Krankheit aus dem Mittelalter sterben, erklärte in Santo Domingo Außenminister Carlos Morales.

Bislang starben in Haiti, dem Nachbarland der Dominikanischen Republik, bereits 2400 Menschen seit dem Ausbruch der Cholera im Oktober dieses Jahres. Nach Angaben eines Impf-Institutes in Washington gibt es weltweit zur Zeit nur 100.000 Impf-Dosen, die für 50.000 Menschen reichen würden. Allein in Haiti leben rund neun Millionen Menschen. (TK)