Mexiko |

Regierung entschuldigt sich bei Angehörigen

Im Bundesstaat Chihuahua sind Städte übersät mit Suchplakaten der verschwundenen Menschen. (Foto: Adveniat/Jürgen Escher)

Die lokale Regierung des mexikanischen Bundesstaates Veracruz hat sich am Dienstag, 05. März 2019, offiziell bei den Angehörigen von fünf Jugendlichen entschuldigt, die zu Beginn des Jahres 2016 verschwanden. José Benitez, Bernardo Benitez, Susana Tapia, José Alfredo Gonzalez und Mario Arturo Orozco waren vor drei Jahren an der Ostküste des nordamerikanischen Landes feiern, als sie spurlos verschwanden.

Auch eine jahrelange Suche und umfassende Ermittlungen konnten jedoch den genauen Tathergang nicht rekonstruieren und die Jugendlichen sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Mexiko gehört weltweit zu den Ländern mit der höchsten Mordrate und besonders das gewaltsame Verschwindenlassen ist an der Tagesordnung. Vor diesem Hintergrund haben die Angehörigen der jungen Mexikaner immer wieder die Vermutung geäußert, dass sowohl die Polizei als auch örtliche Politiker in das Verbrechen involviert gewesen sind.

Auch wenn die offizielle Entschuldigung der Behörden für die Familien, nun nur noch von symbolischer Bedeutung ist, so wird sie in internationalen Medienberichten als historisch bezeichnet. „Der Staat hat in diesem Fall die Lüge gefördert und die Familien im Stich gelassen“, räumte der Gouverneur des Bundesstaates Veracruz, Cuitláhac García, bei einer Presskonferenz ein. (aj)

Weitere Nachrichten zu: Soziales