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Protestaktionen am Tag gegen Frauengewalt

Bogotá. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen haben in dieser Woche Menschenrechtsorganisationen aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in ganz Lateinamerika auf das Problem aufmerksam gemacht.

In den Kirchen Ecuadors zündeten Gläubige Kerzen an, um an die Opfer von Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen zu erinnern. In Guatemala gingen hunderte Frauen in auf die Straße, um darauf aufmerksam zu machen, dass in dem mittelamerikanischen Land in diesem Jahr bereits 727 Frauen und Mädchen ermordet wurden. Die Mordrate ist damit im Vergleich zum Vorjahr noch einmal angestiegen.

In Kolumbien kamen mehrere tausend Frauen in Bogotá zusammen, um auf die Auswirkungen des Bürgerkrieges hinzuweisen. Vor allem junge Mädchen und Frauen seien Opfer der Kämpfe zwischen Guerilla, Paramilitärs und regulären Armeeeinheiten. Vergewaltigungen seien ein Mittel der Kriegsführung. "Nein zum Krieg, Nein zur Gewalt", forderten die Demonstrantinnen in der kolumbianischen Hauptstadt.

Laut einer Studie der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) der Vereinten Nationen leiden 40 Prozent der Frauen in Lateinamerika unter männlicher Gewalt.

Autor: Tobias Käufer