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Priester in Paraguay bei Raubüberfall ermordet

P. Julio César Álvarez. Foto: Conferencia Episcopal Paraguaya (CEP)
P. Julio César Álvarez. Foto: Conferencia Episcopal Paraguaya (CEP)

Monsignore Dr. Julio César Álvarez Bastos, Priester der Diözese Villarrica in Paraguay, ist in den frühen Morgenstunden des 14. April 2011 ermordet worden. Die drei inzwischen gefassten Täter waren gewaltsam ins Pfarrhaus der Pfarrei „Sagrado Corazón de Jesús“ eingedrungen, um Álvarez Bastos Bargeld, einen Laptop und sein Handy zu rauben. Als dieser sich zur Wehr setzte, sei er gefesselt, geschlagen und erdrosselt worden.

Álvarez Bastos wurde 47 Jahre alt. Von 1993 bis 1998 studierte er mit Beihilfen Adveniats zunächst Dogmatik und promovierte in kanonischem Recht. Danach arbeitete er bis 2005 im diplomatischen Dienst des Vatikans, unter anderem in Korea, Syrien und Kuba. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin kehrte er in seine Heimatdiözese Villarrica zurück. Dort war er bis zu seiner Ermordung Kanzler, Dozent am Nationalen Priesterseminar und Pfarrer.

Das Gewaltverbrechen gegen Álvarez Bastos ist die traurige Spitze einer Welle von Einbrüchen und Überfällen, die in der letzten Woche sechs Pfarreien und die Kurie der Diözese Villarrica heimgesucht hat.