Argentinien |

Preise in Supermärkten bleiben eingefroren

Die argentinische Regierung hat das Einfrieren der Preise in allen großen Supermarkt- und Elektronikketten des Landes um weitere zwei Monate verlängert. Die Maßnahme wurde erstmals Ende Januar eingesetzt, um die Konsumenten in dem südamerikanischen Land vor der hohen Inflation zu schützen. Nun hat das Ministerium für Binnenhandel bekannt gegeben, dass die Preise bis Ende Mai eingefroren bleiben.

Die Inflation in Argentinien bleibt eine der größten Herausforderungen in der zweiten Amtszeit der Präsidentin Christina Kirchner. Alleine in den vergangen zwölf Monaten sollen die Preise nach offiziellen Angaben durchschnittlich um knapp elf Prozent gestiegen sein. Unabhängige ökonomen gehen allerdings davon aus, dass die Inflation in Argentinien eher um die 25 Prozent erreicht hat und im Laufe dieses Jahres sogar die 30 Prozent Marke übersteigen könnte.

öffentlicher Verweis des IWF

Die Angaben der Regierung zur Inflation wurden international von vielen Experten und Organisationen kritisert. Vor allem der Internationale Währungsfond (IWF) fordert die argentinische Regierung bereits seit Monaten dazu auf, die Statistiken zu korrigieren und realistische Angaben zu machen. Die Organisation unterstellt Christina Kirchner, absichtlich falsche Angaben zu machen, um so die Zinsen auf die eigenen Schulden niedrig zu halten. Die IWF-Vorsitzende Christine Lagarde erteilte Argentinien einen öffentlichen Verweis und drohte mit dem Ausschluss des Landes, sollte die Regierung nicht bis Ende September korrigierte Daten vorweisen können. (aj)