Argentinien |

Präsidentin Kirchner kehrt auf politische Bühne zurück

Nach sechs Wochen Zwangspause kann die argentinische Präsidentin Christina Kirchner zum Beginn der nächsten Woche ihr Amt aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ausüben. Dies geht aus lokalen Medienberichten hervor. Lediglich eine letzte Untersuchung muss Kirchner noch absolvieren. Die argentinische Staatschefin musste sich vor gut einem Monat einer Operation unterziehen, nachdem Ärzte bei ihr ein Blutgerinnsel zwischen Schädeldecke und Gehirn entdeckt hatten. Ihr wurde strikte Ruhe verordnet.

Trotzdem Präsidentin Kirchner ihre Geschäfte wieder aufnehmen kann, wird sie sich an einige Auflagen halten müssen. So ist es ihr nach wie vor untersagt, jegliche Reisen mit dem Flugzeug oder dem Helikopter zu unternehmen. Sie wird weiterhin in ihrem Haus im Norden Buenos Aires bleiben und sich von dort aus den wichtigsten Regierungsaufgaben widmen.

Das politische Systems des südamerikanischen Landes ist sehr zentralisiert und nahezu jede Entscheidung muss von der Präsidentin abgesegnet werden. Aus diesem Grund kam es in einigen Bereichen in den letzten Wochen zum kompletten Stillstand. Experten gehen davon aus, dass Kirchner sich als erstes der Wirtschaftspolitik widmen wird. Die Inflation Argentiniens liegt derzeit bei schätzungsweise 25 Prozent. Nach wie vor sind viele Preise eingefroren, um so die argentinische Bevölkerung vor den Auswirkungen der hohen Inflation zu schützen. (aj)