Kolumbien |

Präsident Santos sieht Friedensprozess auf gutem Weg

Der Friedensprozess zwischen dem kolumbianischen Staat und den linken Guerilla-Organisationen „Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia Ejército del Pueblo“ (FARC-EP) und Ejército de Liberación Nacional (ELN) sind auf einem gutem Weg. In einem Exklusiv-Interview mit der Tageszeitung „El Espectador“ erklärte Präsident Juan Manuel Santos am Wochenende, 21./22. Dezember 2013, man sei „gut vorangekommen“.

Zwar habe er sich einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche schon Ende November dieses Jahres gewünscht, „damit sich diese nicht mit den Wahlen vermischen“, so Santos. Diese Vorstellung sei „eine Utopie“ gewesen, habe aber Tempo in die Verhandlungen gebracht. Der Friedensprozess im Bürgerkriegsland mit den weltweit meisten Binnenflüchtlingen sei viel „Pädagogik“. Es gelte „den Nutzen vom Frieden zu erklären“, weil kein Kolumbianer, „niemand von uns weiß, wie es ist, in einem friedlichen Land zu leben“.

Bei den Friedensverhandlungen im kubanischen La Havanna sei nicht wichtig, was in Kolumbien passiere. „Der Friedensprozess ist der Friedensprozess, und was in Kolumbien passiert, das passiert in Kolumbien“, bezog sich das Staatsoberhaupt auf anhaltende Gefechte zwischen Rebellen und Armee oder politische Konflikte wie der Agrarstreik im August oder die Absetzung des regierungskritischen Bürgermeisters von Bogotá.

Vor allem politischen Geplänkel und Taktieren zähle „nur das, was am Verhandlungstisch gesagt wird“, zitierte der Staatschef den südamerikanischen Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Derweil starteten die Vereinten Nationen eine Medienkampagne zur Unterstützung des seit 2012 laufenden Friedensprozesses in Kolumbien mit den Konterfeis von Mutter Theresa und Südafrikas Friedensheld Mandela. Ziel von „Der Frieden gehört mir“ ist das Wachsen eines öffentlichen Bewusstseins: „Was kann ich für den Frieden tun?“ (bb)

Link zur UN-Kampagne „La Paz es mía“ (Der Frieden gehört mir): http://lapazesmia.com/