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Präsident Obrador plant in Mexiko Universität für indigene Sprachen

(Symboldbild) Indigene Frau in Mexiko im Dorf Santa Cruz. Foto: Jürgen Escher/ Adveniat 

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat die Gründung einer Universität für indigene Sprachen in Mexiko-Stadt angekündigt. Der Plan sieht eine Unterstützung durch das Instituto Nacional de Pueblos Indígenas vor, wie der internationale Nachrichtenkanal Servindi am Dienstag, 11. Februar 2020 berichtet. Im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung plädierte Obrador für die Pflege indigener Traditionen und vor allem ihrer Sprachen. Den sehr umstrittenen Aufruf von einigen konservativen Kreisen, die Indigenen zu „zivilisieren“, wies der Präsident als rassistisch und diskriminierend zurück.

Große Sprachenvielfalt Mexikos bedroht

Mexiko ist eines der Länder Lateinamerikas mit der größten Sprachenvielfalt. Aktuell existieren noch rund 70 indigene Sprachen – allerdings ist mehr als die Hälfte der Sprachen vom Aussterben bedroht, wofür der Begriff „Lengüicidio“ steht.

Nahuatl ist die am meisten gesprochene indigene Sprache in Mexiko. An die zwei Millionen Menschen sprechen sie. Danach folgen die Maya-Sprachen. Elf Millionen der 126,5 Millionen Mexikaner sprechen eine indigene Sprache. (bs)

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