El Salvador |

Präsident Funes will Gespräche zu Friedensabkommen fortsetzen

El Salvadors Staatspräsident Mauricio Funes hat nach einem Bericht der Tageszeitung "La Prensa Grafica" die Fortsetzung eines breiten gesellschaftlichen Dialogs mit dem Ziel eines neuen "Nationalen Friedensabkommens" angekündigt. Zu den für die kommende Woche angesetzten Gesprächen sind neben Vertretern aller politischen Parteien auch die Vertreter der Kirchen des mittelamerikanischen Landes eingeladen.

"Niemand wird von diesen Treffen ausgeschlossen. Wir arbeiten nach einer Logik der Inklusion. In der kommenden Woche werde ich die Parteiführer und Vertreter der Kirchen einladen", zitiert die Zeitung den Regierungschef.

Zuvor hatte der Oberhirte der Hauptstadtdiözese San Salvador, Erzbischof Jose Luis Escobar, bereits signalisiert, an den Gesprächen teilzunehmen, wenn er von Präsident Funes eine entsprechende Einladung erhalte.

Der von Funes angesprochene neue "Nationale Friedespakt" soll eine gerechtere, friedlichere und tolerantere Gesellschaftsordnung in El Salvador herbeiführen. Ein erster "Nationaler Friedenspakt" wurde im Anschluss des blutigen Bürgerkrieges in Zusammenhang dem Friedensabkommen von Chapultepec (Mexiko) am 16. Januar 1992 geschlossen. Der zwölf Jahre dauernde Bürgerkrieg kostete damals rund 75.000 Menschen das Leben. (TOK)