Kolumbien |

Präsident bereit zu Treffen mit Guerilla-Chef

Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos hat Bereitschaft zu einem Treffen mit dem Anführer der Farc-Rebellen signalisiert. "Wenn es dem Frieden dient, dann schließe ich das nicht aus", sagte Santos nach kolumbianischen Medienberichten am Donnerstag, 8. August. Davon unberührt bleibe allerdings der Tötungsbefehl für die Armee, falls diese den Guerillaführer Timoleon Jimenez alias "Timochenko" auf kolumbianischem Gebiet stellen sollte. Umgekehrt will auch die Farc den kolumbianischen Präsidenten umbringen.

Seit Oktober vergangenen Jahres führen Kolumbiens Regierung und die Guerillaorganisation der Farc Friedensgespräche in Havanna. Kolumbiens Unterhändler stellten in Aussicht, die Rebellen nach einer Einigung als politische Partei anzuerkennen. Die 1964 entstandene Farc ist mit rund 9.200 Kämpfern die größte Rebellenorganisation Lateinamerikas. Ihr werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die EU stuft sie als Terrororganisation ein.

Quelle: KNA