Mexiko |

Polizei findet 32 Leichen in Massengrab

Guerrero in Mexiko ist berüchtigt für Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Kartellen. Opfer werden immer wieder in Massengräbern verscharrt. Foto: picture-alliance/dpa/J. Luis da la Cruz
Guerrero in Mexiko ist berüchtigt für Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Kartellen. Opfer werden immer wieder in Massengräbern verscharrt. Foto: picture-alliance/dpa/J. Luis da la Cruz

In den vergangenen Tagen wurden 32 Leichen sowie neun abgetrennte Köpfe entdeckt. "Die Funde sind schrecklich", erklärte der Sprecher der Sicherheitsbehörden im Staat Guerrero, Roberto Alvarez. Die Toten wurden den Angaben zufolge zwischen Dienstag, 22. November 2016, und Donnerstag in insgesamt 17 Gruben auf einem Berg in dem Dorf Pochahuixco entdeckt.

Die Leichen wurden zur Identifizierung in die Hauptstadt des Bundesstaats, Chilpancingo, gebracht. Alvarez' Angaben zufolge wurden zunächst keine Verdächtigen festgenommen. In der Region waren erst am Wochenende fast 30 Menschen getötet worden. Die Gegend ist wegen harter Kämpfe zwischen Drogenbanden berüchtigt, aktiv sind dort die Gruppen Guerreros Unidos und Los Rojos. Seit Jahren sind die Banden auch dafür bekannt, ihre Opfer heimlich in Massengräbern zu verscharren.

Mehr als 1.800 Morde allein in Guerrero

Das südwestlich von Mexiko-Stadt gelegene Guerrero mit dem Badeort Acapulco ist in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptschauplätze des Drogenkriegs geworden. Mit mehr als 1.800 Morden seit Jahresbeginn steht Guerrero an zweiter Stelle unter den mexikanischen Bundesstaaten. Regelmäßig werden dort Massengräber entdeckt. Auf der Suche nach 43 vor zwei Jahren verschleppten Studenten stoßen die Ermittler immer wieder zufällig auf verscharrte Tote. Über 20.000 Menschen gelten in Mexiko als vermisst.

Quelle: Deutsche Welle, mar/hf (dpa, afp)