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Polizei fasst entflohenen Mafia-Boss

Symbolfoto: Adveniat/Achim Pohl

In Paraguay haben Polizei sowie Spezialeinheiten der Polizei den mutmaßlichen Chef des Mafiakartells „Primer Comando Capital“ (PCC) verhaftet. Wie die Tageszeitung „ABC“ berichtet, sei Thiago Ximenes, alias „Matrix“, am Freitag, dem 8. März 2019, nach einer Schießerei rund 30 Kilometer von der brasilianischen Grenze gefangen genommen worden. Bei der bewaffneten Auseinandersetzung mit der Polizei starb laut Behördenangaben der Begleiter des Verhafteten, Reinaldo de Araújo.

Ximenes gilt als der Landeschef der brasilianischen Drogen- und Waffenmafia PCC. Die Behörden waren auf „Matrix“ bei einer Razzia eines Marihuana-Drogencamps nahe der Ortschaft Villa Ygatimí gestoßen, berichtet „ABC“. Die beiden Kriminellen waren am 16. Dezember 2018 aus dem Hochsicherheitsgefängnis in der Hauptstadt Asunción geflohen und wurden seitdem gesucht. „Matrix“ verbüßte hier eine 20-jährige Haftstrafe wegen des Überfalls auf einen Geldtransporter, Handel von Kriegswaffen und Mittäterschaft bei einem Banküberfall in Foz do Iguazú im Januar 2014.

Bereits 2013 war es Ximenes gelungen, aus einem Gefängnis im argentinischen Ezeiza zu fliehen. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung sei der Mafioso in einem gesundheitlich angeschlagenen Zustand gewesen, wegen Wassermangel habe er mehrfach das Bewusstsein verloren, so Paraguays Innenminister Juan Ernesto Villamayor bei einer Pressekonferenz. „Der Aufenthalt von 'Matrix' in unserem Land wird sehr kurz sein. Wenn wir die Möglichkeit einer Auslieferung haben, dann wird er ausgeliefert“, kündigte der Minister eine schnelle Auslieferung nach Brasilien oder Argentinien an. (bb) 

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