Chile |

Politik und Kirche würdigen verstorbenen Priester Dubois

Die ehemalige chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet und der Vorsitzende der Chilenischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Ezzati Andrello, haben die Arbeit des am 28. Septembers im Alter von 80 Jahren verstorbenen Geistlichen Pierre Dubois gewürdigt. Der französische Priester war wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte während des Regimes von Diktator Augusto Pinochet (1915-2006) international bekanntgeworden.

"Chile hat einen außergewöhnlichen Menschen verloren, einen Mann der sich mit allem was er hatte für den Schutz des Lebens eingesetzt hat", schrieb Bachelet am Sonntag, 30. September, (Ortszeit) in einem offenen Brief an die chilenische Gemeinde La Victoria, in der Dubois bis zuletzt gelebt hatte. Er sei in den harten Zeiten der Diktatur ein Kämpfer für die Gerechtigkeit gewesen, würdigte Bachelets das Wirken Dubois´. Der Erzbischof der Hauptstadtdiözese Santiago, Ezzati, erklärte, die Arbeit von Dubois sei ein Zeichen dafür, dass Gott gewollt habe, dass den Armen Gerechtigkeit und Frieden widerfahre.

Der 1931 im französischen Dijon geborene Dubois erhielt wegen seines Engagements für die Rechte politisch Verfolgter während der Militärdiktatur (1973-1990) vor zwölf Jahren die chilenische Staatsbürgerschaft. Die Beerdigung soll am Montag in Santiago de Chile stattfinden.

Quelle: KNA