Costa Rica |

Plastik soll bis 2021 weitgehend abgeschafft werden

Bald soll es in Costa Rica keinen Plastikmüll mehr geben (Symbolbild). Foto: Adveniat/Pohl
Bald soll es in Costa Rica keinen Plastikmüll mehr geben (Symbolbild). Foto: Adveniat/Pohl

Das mittelamerikanische Land will sich perspektivisch schnellstmöglich von Plastik befreien. Stattdessen sollen schonende, erneuerbare oder leicht abbaubare Materialien zum Einsatz kommen. Täglich fallen in Costa Rica, das knapp 5 Millionen Einwohner zählt, 4.000 Tonnen Abfall an. Rund 11 Prozent davon sind aus Plastik. Dieses endet oft in Flüssen, die es dann ins Meer tragen.

Breite Unterstützung durch Nichtregierungsorganisationen

Das Umweltministerium hat angeordnet, dass alle seine Abteilungen nur noch Produkte aus Materialien kaufen, die den neuen Anforderungen entsprechen. Hunderte von Nichtregierungsorganisationen haben sich dem Regierungsplan angeschlossen und unterstützen ihn in der Öffentlichkeit.

In erster Linie zielt die Strategie auf eine Bekämpfung des Verbrauchs von Einweg-Plastik. Dieses zerfällt erst nach Hunderten von Jahren vollständig. Im Fokus der Kritik stehen vor allem die Plastiktüten von Supermärkten. Aber auch Flaschen oder Strohhalme belasten die Umwelt. Besonderes Augenmerk genießt das Meer, dessen Ressourcen infolge der Verschmutzung gefährdet sind.

Meere drohen an Plastik zu ersticken

Costa Ricas Regierung appelliert an die Bürger mitzumachen. Kürzlich habe eine Studie für das Jahr 2050 prognostiziert, dass es dann weltweit in den Meeren mehr Plastik als Fische geben könnte. Biologisch abbaubare, kompostierbare Materialien, die in weniger als sechs Monaten zerfallen (auch im Meer), sollen nun in Costa Rica für die Verpackungen der Zukunft verwendet werden. (bs)