El Salvador |

Pfarreien werden erpresst

Trotz verschiedener Erpressungsversuche will sich die katholische Kirche in El Salvador nicht aus den betroffenen Pfarreien zurückziehen. Erzbischof Jose Luis Escobar bestätigte am Wochenende bei einer Pressekonferenz, dass kriminelle Banden zuletzt versucht hätten, per Telefon Schutzgelder zu erpressen. "Wir leben in dieser Gesellschaft, und daher müssen wir das erleiden, was auch der Rest der Gesellschaft erleiden muss", sagte der Erzbischof von El Salvador laut der Tageszeitung "La Prensa Grafica". Einen Rückzug lehnt die Kirche demnach ab: "Wir werden die Pfarreien, in denen es Probleme gibt, nicht verlassen."

Unterdessen zog der Erzbischof ein halbes Jahr nach Beginn der Friedensgespräche der Kirche mit den wegen ihrer Brutalität gefürchteten Jugendgangs ein positives Fazit. Die Mordrate habe sich in den vergangenen sechs Monaten von 14 auf 5 Morde täglich reduziert. "Das ist zweifellos ein positives Ergebnis", so Escobar. Im März hatte die Kirche Gespräche mit den "Mara-Banden" aufgenommen und einen brüchigen Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Gruppen erreicht.

Quelle: KNA