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Peruanische Drogenmafia bedroht indigene Völker

In Brasilien wächst die Furcht vor einem möglichen Massaker unter indigenen Bevölkerungsgruppen, die von Mitgliedern der peruanischen Drogenmafia bedroht werden. Im Grenzgebiet der beiden Länder häufen sich die Berichte über Drohungen schwer bewaffneter Kämpfer der Mafia gegen die dort meist isoliert lebenden Indigenen.

Mitarbeiter der "Fundación Nacional del Indio del gobierno brasileño (Funai)“, die sich auf die Suche nach den Ureinwohnern im Bundestaat Acre machten, hätten bislang keine Nachricht von den bedrohten Indigenen erhalten. "Sie haben Angst, dass es ein Massaker gegeben hat, aber bislang können wir nichts bestätigen", sagte ein Funai-Sprecher Journalisten in Rio de Janeiro.

Zuletzt hatten Funai-Mitarbeiter in dem betroffenen Gebiet einen Rucksack eines mutmaßlichen Mafia-Mitgliedes gefunden. "Diese Nachricht ist absolut besorgniserregend", sagte Stephen Corry, Direktor der Hilfsorganisation Survial International. Funai-Präsident Marcio Meira reiste unterdessen in die Region, um mit dem zuständigen Gouverneur über die Situation zu sprechen. (tk)