Peru, Kolumbien |

Peru löst Kolumbien als größtes Koka-Anbauland ab

Peru hat Kolumbien im vergangenen Jahr als weltweit größten Anbauer der Koka-Pflanze abgelöst. Dies geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen (UN) hervor. Demnach werden in Peru 64.000 Hektar für den Anbau genutzt. Damit nutzt Peru 20 Prozent mehr Fläche als der vormals größte Anbauer Kolumbien. Die UN wies im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Berichts auch darauf hin, dass dies sich zu einem Sicherheitsproblem für das südamerikanische Land entwickeln könnte.

Wie viel der Koka- Pflanze tatsächlich für die Produktion von Kokain genutzt wird, geht aus der Veröffentlichung allerdings nicht hervor und ist unklar. Für die Erhebung wurden Satellitenbilder genutzt, auf denen 13 Anbauregionen zu erkennen sind. Die größten Anbauflächen befinden sich demnach in Cusco, Ayacucho und Huanuco.

Vernichtungsprogramme als Schlüssel zum Erfolg?

Die UN wertet die Vernichtungsprogramme der letzten Jahre in Kolumbien als großen Erfolg. Dort sei der Anbau 2012 um 25 Prozent gesunken. 46.0000 Hektar wurden laut der internationalen Organisation dort für die Kultivierung von Koka genutzt. Auch in Peru konnte durch ein ähnliches Programm die jährlich kultivierte Menge gesenkt werden-jedoch lediglich um ein Prozent. Die Regierung bezeichnete dies trotzdem als großen Erfolg, da erstmals seit sieben Jahren überhaupt eine Reduzierung verzeichnet werden konnte. Auch die UN sieht die Vernichtungsprogramme als Schlüssel zur Senkung des Anbaus. Ein weiteres südamerikanisches Land, das ganz oben auf der Liste der Anbauer steht, ist Bolivien. (aj)

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