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Peru: Einsatz für das Volk der Kukama

Das Volk der Kukama wird in seiner Lebensweise durch das argentinische Erdölunternehmen Pluspetrol bedroht, das im Jahr 2010 eine Umweltkatastrophe in der Region verursachte. Erkrankungen und Unterernährung sind die Folge. Die beiden spanischen Augustiner Miguel Ángel Cadenas und Manolo Berjón fotografieren und dokumentieren in der Amazonas-Pfarrei Santa Rita de Castilla am Fluss Marañón die industrielle Verschmutzung und die Auswirkungen auf die Kukama.

Das größte Problem sei nicht allein das auslaufende Öl, sondern die industrielle Nutzung und die heißen giftigen Produktionsabwässer, so die Augustiner. Miguel Ángel Cadenas und Manolo Berjón fordern daher eine Änderung des Wassergesetzes. Das Gesundheitsministerium verkündete, dass das Auslaufen des Öls keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verursache. Dies sehen Cadenas und Berjón dem Einfluss von Pluspetrol geschuldet. Daher sei eine Aussicht auf eine Änderung des Gesetzes gering. „Das Unternehmen und die vorherige Regierungen haben alles daran gesetzt, dass die Menschen vergessen, was geschah“, sagten sie in einem Interview* Anfang September. Pluspetrol hätte eine Entschädigung für die Ölverschmutzung 720.000 US-Dollar angeboten, die jedoch abgelehnt worden ist.

Damit die Katastrophe im Gedächtnis des Volkes bleibt und so weit wie möglich öffentlich gemacht wird, haben Miguel Ángel Cadenas und Manolo Berjón eine Aktion eingeleitet, bei der die Kinder von Santa Rita de Castilla Bilder der Flussverschmutzung gemalt haben.

(jw)
*Das Interview können Sie nachlesen unter Blickpunkt-Lateinamerika.

Miguel Ángel Cadenas und Manolo Berjón sind seit Jahren Adveniat-Projektpartner. Adveniat unterstützt insbesondere die Bildungsarbeit mit kirchlichen Basisgemeinschaften und die Ausbildung von Gemeindeleitern in Santa Rita de Castilla.