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Paraguay tritt UNASUR bei

Das Regionalbündnis »Union Südamerikanischer Nationen« (UNASUR) ist auf elf Vollmitglieder angewachsen. Am Donnerstagabend überbrachte Paraguays Außenminister Jorge Lara in Quito die vom Parlament des 6,5-Millionen-Einwohner-Landes zuvor ratifizierte Beitrittserklärung. Ecuador sitzt der turnusmäßigen Präsidentschaft der 2008 gegründeten Organisation vor.

»Vielleicht zum ersten Mal in 200 Jahren politischer Unabhängigkeit haben wir, die Völker, Regierungen und Volksvertreter den Prozess der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Transformation selbst in die Hand genommen«, so Lara in Quito zur Bedeutung südamerikanischer Integration. Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño begrüßte den formalen Abschluss des Beitritts, Paraguay »stärkt und konsolidiert uns«, berichtet die Nachrichtenagentur EFE.

Im Mai 2008 hatte Paraguay in Brasilia seine Beitrittserklärung unterzeichnet. Von insgesamt 12 Mitgliedern (Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Peru, Surinam, Venezuela, Paraguay) steht nun nur noch die Ratifizierung des Beitrittsvertrages durch Kolumbien aus, es fehlt die Zustimmung des kolumbianischen Verfassungsgerichts. (bb)