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Paraguay kämpft mit Wassermassen

Nach heftigen Gewittern sind in Paraguay zahlreiche Dörfer, Felder und Straßen überschwemmt worden. Die Stadt Pilar im Süden des Landes stehe zu 90 Prozent unter Wasser, berichtet der Fernsehsender ABC TV.

Auch das Viertel Ricardo Brugada in der Hauptstadt Asuncion ist weitgehend überschwemmt. (Foto: picture-alliance/dpa/J. Saenz)

Staatspräsident Mario Abdo Benítez besuchte die betroffene Region und sagte den Bewohnern Unterstützung zu. In dem südamerikanischen Land regnet es seit Wochen. Viele Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. Im Süden des Landes erreichte der Paraguay-Fluss an vielen Stellen kritische Pegelstände, wie der Wetterdienst mitteilte. Über 45.000 Menschen suchten nach Medienberichten bereits Zuflucht in Notunterkünften in höher gelegenen Regionen. Allein 11.000 Menschen mussten ihre Häuser in der Hauptstadt verlassen. Mitarbeiter des Katastrophenschutzes verteilen tonnenweise Lebensmittel in den betroffenen Gemeinden. Gleichwohl gab es Beschwerden von Betroffenen über unzureichende Schutzmaßnahmen der Behörden.

Auch Teile der Hauptstadt Asunción stehen unter Wasser. Normalerweise liegt der Pegel des Paraguay-Flusses dort bei vier Metern, jetzt erreicht er 6,75 Meter. Der Bürgermeister Mario Ferreiro forderte die Regierung dazu auf, den Notstand auszurufen, um die Einsätze der verschiedenen Behörden besser zu koordinieren und den Betroffenen schneller zu helfen. Am Mittwoch (Ortszeit) hatte die Regierung bereits den Ausnahmezustand in der Provinz Neembucu an der Grenze zu Argentinien erklärt. Die Provinz besteht zu großen Teilen aus Feuchtgebieten. Der Gouverneur Luis Benitez erklärte auf Twitter: "Die Lage ist schwierig und kritisch für sechs Städte."

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