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Papst trifft erneut Friedensnobelpreisträger Perez Esquivel

Papst Franziskus, Perez Esquivel und Felix Diaz (von links).
Papst Franziskus, Perez Esquivel und Felix Diaz (von links).

Vatikanstadt. Bereits zum zweiten Mal ist Papst Franziskus mit dem argentinischen Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel (81) zu einem Gespräch zusammengetroffen. Das teilte der Vatikan nach der Privataudienz am 24. Juni 2013 mit. Über Inhalte des Treffens wurde zunächst nichts bekannt. Das neue Kirchenoberhaupt hatte den Menschenrechtler schon am 21. März, acht Tage nach seiner Papstwahl, im Vatikan empfangen.

Begleitet wurde Perez bei der Papstaudienz vom Wortführer der argentinischen indigenen Volksgruppe der Qom, Felix Diaz, sowie vom Vikar für die indigene Bevölkerung im nordargentinischen Formosa, Francisco Nazar. In Formosa wehren sich die Qom seit Jahren gegen
Diskriminierung, Chancenlosigkeit und soziale Ausgrenzung durch die argentinischen Behörden.

Bei der ersten Begegnung mit Papst Franziskus hatte Esquivel ihn vor Anschuldigungen hinsichtlich seiner Rolle während der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) in Schutz genommen. „Der Papst hatte nichts mit der Diktatur zu tun. Er war weder ein Komplize der Diktatur, noch gehörte er zu jenen Bischöfen, die sich am meisten für die Menschenrechte einsetzten“, sagte der Bürgerrechtler nach dem damaligen Treffen.

Der jetzige Papst Franziskus war ab 1973 Leiter der argentinischen Provinz des Jesuitenordens. Jorge Mario Bergoglio, so Perez, habe in der Diktaturzeit „auf stille Diplomatie gesetzt, um nach Verhafteten und Verschleppten zu forschen“.

Perez Esquivel hatte nach dem Militärputsch 1976 die Menschenrechtsorganisation „Dienst für Frieden und Gerechtigkeit“ gegründet. Er selbst wurde vom Regime verhaftet und gefoltert. 1980 erhielt er für seinen Einsatz gegen die Methoden der Junta den Friedensnobelpreis. (KNA)


Bereits im Jahr 1986 wurde die Nationale Kommission für Indianerpastoral, Equipo Nacional de Pastoral Aborigen (ENDEPA), gegründet, die der Argentinischen Bischofskonferenz zugeordnet ist. ENDEPA wird seitdem kontinuierlich von Adveniat unterstützt.

Informationen über die Situation Der Qom finden Sie hier.