Kolumbien |

Panamazonisches Sozialforum 2019 in Kolumbien

Bergbauprojekte und Abholzung stellen eine Bedrohung für Mensch und Natur im Amazonasgebiet dar. Foto: Adveniat/Escher
Bergbauprojekte und Abholzung stellen eine Bedrohung für Mensch und Natur im Amazonasgebiet dar. Foto: Adveniat/Escher

Bei dem Treffen Anfang Juli zum Schutz der „Grünen Lunge“ des Planeten nahe der Grenze zu Ecuador werden Veranstalterangaben zufolge rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den neun Amazonas-Anrainerstaaten erwartet, berichtete der lokale Radiosender „Contagi Radio“ am Wochenende, 9. und 10. Juli 2018. Die Entscheidung für die 42.000-Einwohnerstadt Mocoa sei beim 8. Panamazonischen Sozialforum in Peru gefallen.

Das Format orientiere sich am Weltsozialforum und versammle indigene und kleinbäuerliche Gemeindeführer, erklärte Javier Marín von der Indigenen-Organisation „Minga“ in einem Radiointerview mit „Contagi Radio“. In Kolumbien würde der Druck von Bergbaufirmen, Agrobusiness und Viehwirtschaft täglich zunehmen. Nationale Lösungen seien jedoch nicht ausreichend, „der Amazonas ist ein sozio-kulturelles Ökosystem, das von den Anden bis zum Atlantik reicht“, so Marín.

Die Ausrichter des Panamazonischen Forums kritisieren die extraktivistischen Wirtschaftsformen im Amazonas. Auch der von der Regierung Kolumbiens propagierte „grüne Kapitalismus“ sei die falsche Lösung, kündigen die Aktivisten Widerstand unter anderem gegen Tourismusprojekte in der entlegenen Region an. In Brasilien etwa ist die Amazonasregenwald-Abholzung nach drei Jahren zum ersten Mal wieder gestiegen, vor allem wegen Soja-Anbau für den Export nach Europa, China und Nordeuropa. (bb)

Radiointerview hier: http://www.contagioradio.com/colombia-sera-sede-del-foro-social-panamazonico-en-2019-articulo-53819/

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat setzt sich für den Schutz des Amazonas und der dort lebenden indigenen Völker ein. Erfahren Sie hier mehr über die Kampagne "Zukunft Amazonas".