|

Panamazonisches Indigenen-Treffen in Manaus

In Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, haben rund 300 indigene Anführer aus dem gesamten Amazonasgebiet vier Tage lang gemeinsame Strategien diskutiert. Im Mittelpunkt standen der Klimawandel und der Kampf für Landrechte. Die Teilnehmer kamen aus neun Ländern: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Französisch-Guayana, Peru, Venezuela und Surinam.

Länderübergreifender indigener Widerstand

Während in Brasilien die Verfassung das Recht der Indigenen garantiert, über die Ressourcen auf ihrem Land als die eigenen zu verfügen, ist die Rechtslage in anderen Ländern des Amazonasgebietes unklar. Ein wichtiges Thema stellte auch der Handel mit Emissionszertifikaten dar. Dieser müsse die Kultur der indigenen Völker respektieren, hieß es. Große Bedeutung komme außerdem der Wiederaufforstung zu. Das Schlussdokument des Treffens soll in aller Welt verbreitet werden, unter Regierenden und in der Umweltbewegung. Den Teilnehmern wurde bewusst, dass sie alle unter den gleichen Problemen leiden und daher gemeinsamer Widerstand notwendig ist. Zum Beispiel gegen die Defizite in den Bereichen Bildung und Gesundheit. (bs)

Quelle: adital