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Oxfam: Coca-Cola-Lieferanten nehmen Bevölkerung Land weg

Große Lebensmittelkonzerne wie Coca-Cola lassen nach Darstellung von Hilfsorganisationen zu, dass ihre Zuckerproduzenten Einheimische von ihrem Land vertreiben. Zu diesem Schluss kommt die Hilfsorganisation Oxfam in ihrer am Mittwoch, 2. Oktober, in Berlin veröffentlichten Studie "Sugar Rush". Demnach sind Zulieferer der Firmen Coca-Cola, PepsiCo und Associated British Foods in mehrere Fälle von Landkonflikten verwickelt. Dabei gehe es meist um Zuckerrohrplantagen. Die Konzerne müssten sicherstellen, dass "Menschen in armen Ländern nicht um ihre Acker- oder Waldflächen gebracht werden", forderte die Oxfam-Agrarexpertin Marita Wiggerthale.

Als Beispiel für betroffene Regionen nannte die Hilfsorganisation den Bezirk Sre Ambel in Kambodscha, wo 200 Familien von Vertreibung betroffen seien. Auch im brasilianischen Mato Grosso do Sul seien indigene Gemeinschaften vom Ausbau der Zuckerplantagen betroffen. Oxfam forderte die Konzerne auf, sich zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber dem sogenannten Landgrabbing zu verpflichten. Auch sollten sie transparent machen, von welchen Lieferanten sie Rohstoffe beziehen.

Quelle: KNA