Nicaragua |

Ortega beginnt erneute Amtszeit

Begleitet von einem hohen Sicherheitsaufgebot wird Nicaraguas sandinistischer Regierungschef Daniel Ortega am 10. Januar in Managua seinen Amtseid leisten. Zu der Zeremonie werden laut lokalen Medienberichten neben den Präsidenten der mittelamerikanischen Nachbarstaaten Honduras, Guatemala, El Salvador, Panama auch der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad und der spanische Kronprinz Felipe erwartet.

Ortega hatte nach amtlichen Angaben die Wahlen im November vergangenen Jahres mit rund 62 Prozent der Stimmen gewonnen. Internationale Wahlbeobachter als auch Teile der katholischen Kirche und die Opposition zweifeln das Resultat allerdings an.

"Ich glaube, Ortega wird diese dritte Amtszeit mit einem moderaten Profil beginnen, weil sein größtes Ziel ist, die lokale Kritik zu besänftigen, die die Illegalität und Illegitimität seiner Wiederwahl moniert", sagte Oppositionspolitiker Edmundo Jarquín.

Am 7. November war Präsident Ortega laut dem offiziellen Ergebnis mit rund 62 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Internationale Wahlbeobachter hatten über Behinderungen ihrer Arbeit berichtet. Die katholischen Bischöfe des Landes hatten zuvor den Obersten Wahlrat als inkompetent kritisiert. Bereits die Kandidatur Ortegas war umstritten, da sie durch die Verfassung nicht gedeckt war. (TK)