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Ort für Papstmesse in Rio gesucht

Die Organisatoren des katholischen Weltjugendtages in Rio de Janeiro müssen sich nach einem neuen Ort für die Papstmesse umschauen. Gespräche zwischen den lokalen Organisatoren und einer Vatikan-Kommission hätten ergeben, dass der vorgesehene Veranstaltungsort für den erwarteten Andrang nicht geeignet sei, berichtete die brasilianische Presse. Zu der Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. am 28. Juli 2013 würden rund 2,5 Millionen Teilnehmer erwartet.

Der große Freiluftgottesdienst sollte eigentlich auf dem Militärflugplatz Santa Cruz im Westen der Stadt stattfinden. Allerdings habe die Regierung in Brasilia aufgrund "topographischer Probleme" erklärt, den Flugplatz nicht für den erwarteten Andrang herrichten zu können.

Nun wird laut den Berichten geprüft, die Messe auf einem Grünbereich im Stadtteil Guaratiba abzuhalten. Allerdings liege die dortige Kapazität bei maximal 1,6 Millionen Besuchern. Auch Orte in den Stadtteilen Sepetiba und Paciencia könnten laut der Stadtverwaltung in Frage kommen.

Das letzte Wort über den Veranstaltungsort hat der für die Organisation der Papstreise zuständige Reisemarschall Alberto Gasbarri. Er steht auch der Vatikan-Kommission vor, die sich derzeit in Rio aufhält. Ziel der bis zum Wochenende dauernden Inspektionsreise sei es, das Sicherheitskonzept für die Teilnahme des Papstes zu prüfen. Der Weltjugendtag findet vom 23. bis 28. Juli statt.

Der Weltjugendtag (WJT) wird von der katholischen Kirche ausgerichtet und geht auf eine Initiative von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zurück. Seit 1985 lädt das katholische Kirchenoberhaupt jährlich junge Christen aller Erdteile zu einem Treffen unter einem bestimmten Motto ein.

Im Wechsel werden die Weltjugendtage in kleinerem Rahmen in den Bistümern vor Ort und dann wieder als weltweites Großtreffen organisiert. Zahlenmäßig besonders große Veranstaltungen fanden 1991 in Tschenstochau, 1993 in Denver, 1995 in Manila, 1997 in Paris, 2000 im Rahmen des Heiligen Jahres in Rom und 2005 in Köln statt.

Quelle: KNA