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Opposition siegt bei Regionalwahlen

Nach den sonntäglichen Regionalwahlen in Mexiko kann die Oppositionspartei »Partei der institutionalisierten Revolution« (PRI) einen überwältigenden Wahlsieg feiern. Laut erster Auszählungen verwies die einstige Staatspartei die Regierungspartei »Partei der Nationalen Aktion« (PAN) und den linken Mitherausforderer »Partei der demokratischen Revolution« (PRD) in den drei größten Bundesstaaten Coahuila, Nayarit und Estado de México auf die Plätze.

Im bevölkerungsreichsten Estado de Mexico erreichte PRI-Spitzenkandidat Eruviel Ávila 64 Prozent der Stimmen, ein Vorsprung von 40 Prozent auf PRD-Kandidat Alejandro Encinas (23 Prozent) und 50 Prozent auf den drittplatzierten PAN-Politiker Luis Felipe Bravo Mena. Profitiert hat Ávila von der Popularität des scheidenden PRI-Präfekten Enrique Peña Nieto, der nun als Herausforderer Nummer Eins für die Präsidentschaftswahlen 2012 gehandelt wird. Für einen Sieg gegen Staatspräsident Felipe Calderón kündigte PRI Allianzen mit den Oppositionsparteien »Neue Allianz« (Panal) und den »ökologischen Grünen« (PVEM) an.

Weil die Wahlbeteiligung sehr niedrig war, bezeichnete die Tageszeitung »Diario de Yucatán« die neue PRI-Regierung als »Regierung der Minderheit«. Von insgesamt 15,1 Millionen Wahlberechtigten in den drei Bundesstaaten waren mit 48 Prozent nur 7,3 Millionen zur Abstimmung gegangen. In Estado de Mexico war die Teilnahme noch geringer, mit 43 Prozent nahmen nur 4,5 Millionen Mexikaner ihr Wahlrecht wahr. (bb)