Nicaragua |

Opposition bricht nationalen Dialog ab

Nicaragua, Proteste

Proteste in Managua 2018 (Foto: Klaus Ehringfeld/Adveniat)

Die Opposition in Nicaragua hat den "nationalen Dialog" mit der sandinistischen Regierung von Präsident Daniel Ortega abgebrochen. In einer am Montag (Ortszeit) verbreiteten Stellungnahme der "Bürgerlichen Allianz für Gerechtigkeit und Demokratie" (ACJD) verurteilte die Opposition Gewalt und Repression gegen Demonstranten am Wochenende. Die Regierung spricht indes von einer "Provokation und Störung der öffentlichen Ordnung".

Laut örtlichen Medienberichten waren bei den Protesten gegen die Ortega-Regierung mehr als 100 Menschen verhaftet worden. Nicaraguas Kardinal Leopoldo Brenes kritisierte Berichten zufolge übermäßige Polizeigewalt. Dadurch werde die Spaltung der Gesellschaft nur vertieft, so der Geistliche. Ein "nationaler Dialog" zur Lösung der innenpolitischen Krise war von den katholischen Bischöfen bereits nach Ausbruch der Massenproteste im April angestoßen, dann aber abgebrochen worden. Vor einigen Wochen erfolgte eine Wiederaufnahme. (KNA)

Weitere Nachrichten zu: Soziales