Kolumbien |

Opfer reichen Vorschläge für Frieden ein

Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien wollen Regierung und Guerilla-Organisation FARC 4.000 Vorschläge für einen nachhaltigen Frieden übergeben. Diese seien in den vergangenen zwei Monaten bei Regionalkonferenzen von Opfern im ganzen Land zusammengetragen worden, berichtete der für Kolumbien zuständige UN-Kommissar Fabrizio Hochschild am Dienstag, 27. August, (Ortszeit). Eine Opferdelegation werde demnächst zu den Friedensverhandlungen in die kubanische Hauptstadt Havanna reisen. Die Vereinten Nationen unterstützen die Initiative. Man müsse jene anhören, die am meisten unter dem Konflikt gelitten hätten und weiterhin leiden, so Hochschild.

Mitte Oktober hatten in Oslo Friedensgespräche zwischen der Regierung und der FARC begonnen; sie werden seitdem in Etappen in Havanna fortgesetzt. Kolumbiens Unterhändler stellten in Aussicht, die FARC nach einer Einigung als politische Partei anzuerkennen.

Die FARC entstand 1964. Mit rund 9.200 Kämpfern ist sie die größte Rebellenorganisation in Lateinamerika. Ihr werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die EU stuft sie als Terrororganisation ein. Neben der FARC sind auch rechtsgerichtete Paramilitärs für schwere Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien verantwortlich.

Quelle: KNA