Mexiko |

Offenbar zweiter überlebender des Massakers Tamaulipas

Während der bislang als einzig Überlebender des Massakers im mexikanischen Tamaulipas geltende Ecuadorianer Freddy Pomadilla nach Medienberichten in seiner Heimat Morddrohungen erhält, melden mexikanische Zeitungen am Donnerstag, dass es offenbar einen zweiten Überlebenden gibt. Dabei soll es sich um einen honduranischen Staatsbürger handeln. Die Identität des Überlebenden wird von den mexikanischen Behörden aus Sicherheitgründen geheim gehalten. Der oder die Überlebende konnte offenbar wichtige Zeugenaussagen machen.
Die honduranische Regierung wirft dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa vor, die Information der Presse zugespielt zu haben.
Honduras Außenminister Mario Canahuati erklärte: "Wir beklagen diese Unverantwortlichkeit. Ein hoher Verantwortungsträger muss wissen, wann er welche Nachrichten nach draußen gibt und wann seine Worte andere Leben in Gefahr bringen können."
Bei dem Massaker an Migranten aus Lateinamerika waren in Tamaulipas 72 Menschen ermordet worden. Für die Tat wird die Drogenmafia verantwortlich gemacht. (tk)