Chile |

Oberstes Gericht stoppt Bergbau-Firma

Chiles Oberstes Gericht hat der kanadischen Minengesellschaft Goldcorp die Förderlizenz für ein Bergbau-Projekt in der Region Antofagasta aberkannt. Das Tribunal hat damit ein erstinstanzliches Urteil des zuständigen Gerichts in Antofagasta bestätigt, so lokale Medien. Als Hauptgrund wurde der Verstoß gegen die ILO-Konvention 169 und nationales Indigenen-Recht genannt.

Das kanadische Unternehmen hatte gegen das Urteil von letztem Jahr Revision eingelegt. 2011 war der Klage der vom Kupfer- und Goldminenprojekt »El Morro« betroffenen Bauerngemeinde Los Huasco Altinos statt gegeben worden. Goldcorp habe seine Umwelt- und Förderlizenz ohne die vorgeschriebene vorherige Konsultation der indigenen Dorfbewohner erhalten, so das Gericht damals.

Die dritte Kammer des Obersten Gerichts hat die Umweltlizenz (RCA) nun für »wirkungslos« erklärt. Dem Unternehmen bleibt nun die Möglichkeit die »beobachteten Mängel zu heilen«, so das Gericht in der Hauptstadt Santiago de Chile. Laut des Nationalen Bergbauinstituts Chiles handelt es sich bei »El Morro« um das achtgrößte Abbauprojekt im Land. Umweltschützer sehen in dem Urteil einen Präzedenzfall, unter anderem für das ebenfalls in Atacama gelegene Wasserkraftwerk Castilla. (bb)