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Oberstes Gericht räumt Landrechte für Maya ein

Der Oberste Gerichtshof in Belize hat Maya-Gemeinden im Toledo-Distrikt im Südendes Landes weitgehende Landrechte zugesprochen. Nach Angaben des Zentrums für Politik (Centro de Políticas Públicas) erkennt das Gericht nicht nur die Landrechte für die Gebiete an, die die Maya-Gemeinden besiedeln – rund 500 Tausend Hektar Land. Sondern es fordert auch die Regierung auf, die Gebiete klar abzugrenzen und sie nach Kultur und Tradition der Maya zu registrieren. Dem Staat ist es zudem untersagt, gegen den Willen der Gemeinden wirtschaftliche Aktivitäten in der besagten Region zu tolerieren oder auszuüben.

Mehrere Unternehmen und auch die Regierung selbst hatten mehrfach Interesse an der Ausbeutung der Region gezeigt, da sie viele natürliche Ressourcen bietet. Die Regierung hatte bereits öl-, Wald und Staudamm-Konzessionen erteilt, ohne die Maya-Bevölkerung um Zustimmung gebeten zu haben. Nach dem jüngsten Richtspruch darf die Regierung ohne Rücksprache mit den Maya-Gemeinden vorerst keinerlei Entscheidungen zur Ausbeutung von Maya-Land treffen, solange nicht ein System zur Identifizierung und zum Schutz der Landrechte ausgearbeitet ist.

Quelle: Adital