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OAS gründet Zentrum gegen organisierte Kriminalität

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wird ein transnationales Zentrum zur Koordination des Kampfes gegen die internationale, organisierte Kriminalität gründen. Dies verkündete der Generalsekretär José Miguel Insulza am Samstag nach dem Ende einer zweitägigen OAS-Konferenz in Mexiko- Stadt, an der Anwälte und Staatsanwälte der Mitgliedsstaaten teilnahmen. Die neue Institution wird dem Generalsekretariat OAS zugeordnet sein. Insulza betonte die Notwendigkeit, die Kapazitäten der OAS zu stärken, um die einzelnen Mitgliedsstaaten unterstützen zu können.

Die Initiative der OAS ist das Ergebnis einer Analyse der Situation im Zusammenhang mit der steigenden Kriminalität in Lateinamerika. Insulza schloss sich dem mexikanischen Präsidenten an, der Ende vergangener Woche sagte, dass ein Phänomen wie das international organisierte Verbrechen auch nur von einer international organsierten Front bekämpft werden könnte. „Die OAS ist in der Lage seinen Mitgliedsstaaten eine Reihe von Werkzeugen zu Verfügung zu stellen, um gemeinsam gegen diese neue invasive Form der Kriminalität anzugehen“, so Insulza in der mexikanischen Hauptstadt. Er rief die Mitglieder der internationalen Organisation dazu auf, im Kampf gegen die Gewalt nicht klein beizugeben.

Lateinamerika gilt als die gewalttätigste Region weltweit. Im Jahr sterben rund 120.000 Menschen einen gewaltsamen Tod in Nord- und Südamerika. Viele dieser Gewalttaten werden im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität und vor allem dem Drogenhandel verübt. Die OAS bezeichnete das organisierte Verbrechen als die größte Bedrohung für die Wirtschaft und die Demokratie der Region.