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Niebel erwartet von UN-Umweltgipfel in Rio konkrete Ergebnisse

Der bevorstehende UN-Umweltgipfel im brasilianischen Rio de Janeiro soll nach den Worten von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) möglichst konkrete Vereinbarungen bringen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir in Rio eine Art Road Map, einen Fahrplan, erarbeiten für die Zeit nach 2015, wenn die UN-Millenniumsziele auslaufen“, sagte Niebel der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Bonn. In den im Jahr 2000 formulierten acht Entwicklungszielen verpflichtete sich die internationale Staatengemeinschaft unter anderem, bis 2015 die Zahl der Hungernden zu halbieren und die Kindersterblichkeit zu senken.

Zugleich warnte Niebel vor einer einseitigen Herangehensweise an den UN-Gipfel. „Uns ist wichtig, dass das Treffen keine reine Umwelt- sondern auch eine Entwicklungskonferenz wird“, betonte Niebel. Dabei seien die Fragen von Wasser-, Energie- und Nahrungssicherheit untrennbar miteinander verbunden. Das Treffen „Rio+20“ findet vom 20. bis 22. Juni statt; erwartet werden mehrere tausend Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die erste UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung wurde 1992 in der brasilianischen Hafenmetropole abgehalten. Kritiker befürchten, dass es bei dem Jubiläumstreffen 20 Jahre danach wenig Fortschritte im weltweiten Kampf gegen Armut, Umweltverschmutzung und Klimawandel gibt.

Quelle: KNA