|

Neun Millionen Menschen mehr in Armut

Im Jahr 2009 hat nach Angaben der UN-Wirtschaftskommission Cepal die Zahl der in Armut lebenden Menschen in Lateinamerika und der Karibik im Vergleich zum Vorjahr um neun Millionen zugenommen. 189 Millionen Menschen dieser Region mussten demnach in diesem Jahr mit weniger als einem Dollar im Monat auskommen. Die Zunahme erkläre sich durch die internationale Finanzkrise.

Der CEPAL-Berichts „Sozialpanorama Lateinamerikas 2009“ zeigt, dass der Trend zur Armutsabnahme der vergangenen Jahre zurückgeht. Die neun Millionen Armen stellen ein Viertel der 41 Millionen Menschen dar, die zwischen 2002 und 2008 die Armut dank des wirtschaftlichen Wachstums, der Zunahme sozialer Ausgaben und einer besseren Mittelverteilung überwunden hatten. Die neuen Zahlen, so CEPAL, zeigten, dass die Umsetzung des ersten Milleniumziels – Verringerung der extremen Armut bis 2015 – sich verzögere.